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Der entscheidende Faktor für die Positioniergenauigkeit, der den Unterschied zwischen einfachem Bewegen und präzisem Positionieren ausmacht.

Axialspiel (auch Backlash oder Umkehrspiel) bezeichnet die geringe axiale Bewegung von Spindel bzw. Mutter, die ohne Drehbewegung der Antriebswelle möglich ist – der „tote Gang“ beim Richtungswechsel der Last. Für viele Standardanwendungen unkritisch, ist es bei präzisen Positionieraufgaben eine wesentliche Fehlerquelle und damit ein Qualitätskriterium für performanceorientierte Antriebe. (ZIMM gibt das Axialspiel bei KGT-Hubgetrieben produktseitig in Hundertstelmillimetern an, z. B. 0,06 mm bzw. 0,03 mm abhängig von Serie/Baugröße.)

Ursachen für Axialspiel

Axialspiel ist kein Fertigungsfehler, sondern ergibt sich aus notwendigen Toleranzen zwischen den Gewindeflanken von Spindel und Mutter. Dieses kleine Freispiel gewährleistet Leichtlauf, verhindert Klemmen/Fressen bei Temperaturänderungen und unter Last.

Konstruktive Maßnahmen zur Minimierung

1) Trapezgewindetriebe (TR): spielarme / einstellbare Muttern

  • Konzept: Häufig kommen Anti-Backlash-Muttern (geteilte Doppelmutter) zum Einsatz. Zwei Mutternhälften werden über Feder-/Einstellelemente axial gegeneinander verspannt.
  • Funktion: Beide Flanken liegen an – das Axialspiel wird eliminiert; der Aufbau ist oft nachstellbar, um Verschleiß über die Lebensdauer zu kompensieren.
  • Einsatznutzen: Geeignet, wenn Selbsthemmung des TR gewünscht ist, gleichzeitig aber Positioniergenauigkeit verbessert werden soll.

2) Kugelgewindetriebe (KGT): Vorspannung (Preload)

  • Konzept: KGT erreichen Spielfreiheit durch Vorspannung – eine interne, definierte Kraft, die das Spiel von vornherein beseitigt.
  • Methoden: Doppelmutter-Vorspannung (zwei Muttern gegeneinander verspannt, z. B. via Präzisionsring), Kugelauswahl/Übermaß-Vorspannung (minimal größere Kugeln erzeugen definierte Verspannung in einer Mutter).
  • Vorteil: Vorspannung eliminiert Spiel und erhöht die Steifigkeit – zentral für dynamische und hochpräzise Anwendungen. (Grundlagen zu Spiel & Vorspannung bei KGT sind normativ/branchenüblich beschrieben.)

Praxisbezug & Auslegung (ZIMM)

  • Axialspiel kennen & spezifizieren: ZIMM weist das Axialspiel je KGT-Baureihe/Größe aus (z. B. ZE/ZE-H/GSZ mit 0,06 mm bzw. 0,03 mm). Das erleichtert die Positionsgenauigkeits-Bilanz in der Achsauslegung.
  • TR vs. KGT: TR + Anti-Backlash-Mutter = robust & selbsthemmend mit reduziertem Spiel; KGT + Vorspannung = spielfrei & steif für hochdynamische Positionieraufgaben. (KGT sind nicht selbsthemmend – Bremse zum Halten einplanen.)
  • Systemeffekte beachten: Spiel wirkt sich zusammen mit Compliance (Wellen, Kupplungen, Lager) und Steuerung auf die Wiederhol- und Positioniergenauigkeit aus. Montagequalität, Schmierung und Sauberkeit sind entscheidend, um Mikrobewegungen/Verschleiß zu minimieren.

Kurzfazit

  • Ziel = präzises Positionieren: Axialspiel messen/definieren, geeignete Spielreduktions-Strategie wählen (TR: spielarm/einstellbar, KGT: vorgespannt).
  • ZIMM-Vorteil: Spezifizierte Axialspielwerte je Produkt sowie passende Systemkomponenten (Wellen, Kupplungen, Lagerung) erleichtern die saubere Auslegung und dauerhafte Präzision.
Jonathan Mildner | Abteilungsleiter Verkauf-Technik

Jonathan Mildner | Abteilungsleiter Verkauf-Technik

Jonathan Mildner leitet bei ZIMM den Bereich Verkauf-Technik. Er verantwortet die Auslegung und sichere Integration von Spindelhubgetrieben, elektromechanischen Aktuatoren und Antriebstechnik – inklusive Zubehör aus dem ZIMM Systembaukasten, klar definierten Schnittstellen, Sicherheitskonzept und vollständiger Dokumentation; die Fertigung nach Zeichnung (Sonderteile/Anpassungen) unterstützt er fachlich.

+43 5577 806-0

ZIMM Group GmbH | Unternehmenszentrale

ZIMM entwickelt und fertigt Industriegetriebe und Antriebstechnik für präzise Linearbewegung und Drehmomentübertragung im industriellen Umfeld. Das Portfolio umfasst Spindelhubgetriebe in 14 Baugrößen mit Hubkräften von 2,5 bis 1.000 kN, elektromechanische Aktuatoren von 25 bis 200 kN sowie ZK Kegelradgetriebe in 4 Baugrößen mit Übersetzungen von 1:1 bis 3:1. Ergänzt wird es durch Kegelradgetriebe der Baureihen KSZ-H, KSZ-2 und KST, Verbindungstechnik, Motorentechnik und Zubehör aus dem ZIMM Systembaukasten, mit dem sich Getriebe, Spindeln, Motoren und Anbauteile zu vollständigen Hubsystemen kombinieren lassen.

In der Fertigung nach Zeichnung stellt ZIMM Antriebselemente von Modul 0,3 bis 12 und bis Ø 1.500 mm her, darunter Stirn- und Kegelräder, Schnecken sowie Kugel- und Trapezgewinde. Guss-, Serienfertigung und mechanische Bearbeitung decken Dreh-, Fräs- und Gussteile bis 500 kg Stückgewicht ab. Getriebefertigung und Fertigung nach Zeichnung erfolgen am Hauptsitz in Lustenau nach ISO 9001:2015; die CNC-Bearbeitung am Standort Sincan/Ankara ist nach ISO 9001:2015, ISO 14001:2015 und ISO 45001:2018 zertifiziert.

Kontaktieren Sie unsere zuständige Ansprechperson über das Formular. Wir melden uns zeitnah mit der passenden Antwort.

Peter Gridling | Bereichsleiter Verkauf

Peter Gridling | Verkaufsleiter

Millenniumpark 3
6890 Lustenau

+43 5577 806-0

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