Der ZIMM ZA-I Inline-Aktuator eignet sich für Hubaufgaben zum Verriegeln, Positionieren und Verstellen, bei denen der Antrieb auf der Bewegungsachse liegen soll. Drei Fragen zur Einbausituation zeigen, ob er für eine Maschine in Frage kommt; zwei typische Anwendungen verdeutlichen die beiden Stärken der Bauform.
Woran erkennt man, ob der ZA-I für eine Anwendung passt?
Der erste Blick gilt der Einbausituation. Ist seitlich um den Aktuator wenig Platz? Soll der Motor auf derselben Achse wie die Hubbewegung liegen? Ist eine schnelle lineare Bewegung gefordert? Trifft eine dieser Fragen zu, ist der ZA-I die passende Bauform. Trifft keine zu und eine rechtwinklige Antriebsanordnung passt zur Anwendung, bleibt der ZA Industrie-Aktuator die richtige Wahl.
Welche Anwendungsbeispiele verdeutlichen das Inline-Prinzip?
- Ausfahrbarer Sensor- oder Kameramast – Bauraum: Auf einem kompakten Inspektionsfahrzeug fährt eine Kamera, ein Scanner oder ein Sensorpaket aus einem schlanken Rohr nach oben. Der ZA-I sitzt entlang der Mastachse innerhalb der Konstruktion; seitlich steht kein Antrieb heraus, der Mast bleibt außen schlank, und das Sensorpaket fährt geradlinig aus und ein.
- Prüfanlage mit ausweichendem Prüfkopf – Dynamik: Ein Prüf- oder Sensorkopf arbeitet knapp über Bauteilen auf einer Rollenbahn. Liegt ein Teil falsch oder ist es höher als vorgesehen, fährt der Kopf schnell nach oben aus dem Gefahrenbereich und anschließend in die Prüfposition zurück. Für diese Bewegung ist der ZA-I mit Direktantrieb DA und Kugelgewindetrieb die passende Kombination: keine Untersetzung, hoher Wirkungsgrad, hohe Vorschübe.
Welche Daten werden für die Auslegung benötigt?
| Bereich | Benötigte Angaben |
| Last | Druck- und Zugkraft je Aktuator, statisch und dynamisch |
| Hub | Maximaler Hub und effektiver Arbeitshub |
| Bewegung | Hubgeschwindigkeit, Zykluszeit, Hübe pro Stunde oder Tag, Einschaltdauer |
| Bauraum | Verfügbarer Platz seitlich und in Achsrichtung – entscheidend für die Wahl zwischen ZA und ZA-I |
| Einbau | Einbaulage vertikal, horizontal oder schwenkend; Art der Führung |
| Antrieb | Motorkonzept (IEC-Normmotor, Servomotor oder Getriebemotor), Motorbremse, Frequenzumrichter |
| Umgebung | Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Staub, Späne, Korrosionsbelastung |
Wie läuft die Auslegung ab?
Eine maßstäbliche Einbauskizze oder CAD-Darstellung mit Hubweg und verfügbarem Bauraum ergänzt die Bewegungsdaten. Auf dieser Grundlage vergleicht ZIMM gemeinsam mit dem Kunden ZA und ZA-I sowie die Antriebsvarianten Direktantrieb DA, einstufiges Planetengetriebe P1 und zweistufiges Planetengetriebe P2 und legt die passende Ausführung fest.




